Drei Nachtansitze auf der Jagd nach dem Zander

Der erste Nachtansitz wo sind die Zander?

Wieder einmal mit Jesse von “Fish On!!! Mit Jesse am Wasser” unterwegs aber diesmal nicht zum Spinnfischen, sondern zum Ansitzangeln mit Köderfisch und Tauwurm. Nach dem wir uns reichlich Köderfische fangen konnten ging es los an den Sillensteder See. Angekommen suchten wir uns eine schöne Stelle aus, auf der linken Seite waren Seerosen und auf der rechten Seite lag ein großer Ast im Wasser. Wir vermuteten das die Zander in der Dämmerung dort entlang Ziehen.Nach ein paar Stunden ohne Biss kontrollierten wir die Köder. Als Jesse seine Wurmrute kontrollierte stellte er fest das ein kleiner Barsch am Haken hing. Der Barsch zappelte aber nicht mehr und steif war er auch. Erstickt am Wurm endete der Zombibarsch als Lockstoff an unseren Spot.Kurze Zeit nach dem wir die Ruten wieder im Wasser hatten bekam ich auch einen Barsch von 22 cm, die Köderfisch Ruten blieben leider immer noch unberührt.Die Zeit verging ohne Biss und wir bemerkten das an unseren Spot etwas unterwegs war, bloß war es kein Fisch. Eine kleine Maus leistete uns Gesellschaft vermutlich kannte sie schon Angler denn scheu war sie gar nicht. Jesse hatte noch ein paar Körner Mais die er ihr opferte.

Die ersten Bisse und der erste Fisch

Es wurde langsam dunkel als ich den ersten Biss auf Köderfisch bekam. Die Pose ging langsam unter und wanderte ein ganzes Stück. Der Anhieb folgte doch leider war kein Fischkontakt da. Ich kontrollierte den Köderfisch doch es gab keine Spuren, also wieder raus damit. Keine 5 Minuten später ging die Pose wieder unter und wieder war der Anhieb erfolglos. Weitere 5 Minuten später dann der Biss auf der Grundmontage mit Köderfisch. Diesmal saß der Anschlag und der Fischkontakt war da. Doch es war kein Zander sondern ein Wels von 57cm ,damit hatten wir gar nicht gerechnet.Mein erster europäischer Wels den ich in meinen Leben gefangen habe, doch leider nicht der Zielfisch. Ich wollte ja meinen ersten Zander in diesem Jahr fangen.

Das Warten ging weiter

Nach dem alle Ruten wieder im Wasser waren begann das Warten auf den nächsten Biss. Immer wieder gab es kurze Schauer und die Bisse vor dem ersten Fisch kamen immer dann wenn es gerade geregnet hat. Also lag unsere Hoffnung darin das wieder ein Biss kommt wenn es regnet. Tatsächlich bekam ich wieder einen Biss auf meine Posenrute mitten im Schauer. Da ich die Vermutung hatte das ich zuvor zulange gewartet habe bis zum Anhieb ließ ich ihn diesmal nicht soviel Zeit. Diesmal saß der Anhieb, doch es war wieder kein Zander. Ein kleiner Wels von vielleicht 30cm hatte sich den Köderfisch der übrigens gerade so in seinem Mund gepasst hat gegönnt.

Mit 2 Welsen und 2 Barschen endete dieser Ansitz. Jesse konnte leider nichts mehr Fangen. Das war aber nichts neues für uns, immer wenn wir gemeinsam am Fluss angeln gehe ich fast immer leer aus und am See Jesse.

Der zweite Versuch zwei Tage später

Diesmal war ich alleine unterwegs am gleichen Spot wie vor 2 Tagen. Der Versuch einen Zander zu fangen stand immer noch im Vordergrund,diesmal wollte ich aber auch wissen ob wieder Welse am Spot sind. Ich baute alles auf  und da ich diesmal alleine war konnte ich ein wenig die Natur genießen und abschalten. Schon einige Tage zuvor merkte ich die Depression wieder sehr deutlich. Durch die Depression ist es oft schwer für mich die Gefühle zuzulassen und deswegen kommt dann schnell die Gleichgültigkeit. Als ich meinen ersten Wels gefangen habe war der Moment sehr schön für mich doch kurze Zeit später war es mir schon wieder egal. Mittlerweile schätze ich es sehr wie man sich früher tagelang über oder auf etwas gefreut hat. So vergingen einige Stunden und kurz vor Mitternacht kam denn der Biss. Beim Drill merkte ich schon das es kein Zander ist sondern ein Wels, wenn ich es beschreiben  müsste würde ich sagen das sich der  Wels im Drill wie eine Mischung aus Aal und Zander verhält. Viel geschlängel mit harten Kopfschlägen. Kurze zeit später war er denn im Kescher.

Ich musste nicht lange warten bis der nächste Biss folgte und wieder ein Wels am Haken hing.

Auch diese Nacht verging ohne einen weiteren Fisch, nicht einmal ein Biss gab es noch, somit packte ich meine Sachen zusammen und beendet diesen Ansitz.

Der dritte Versuch drei Tage später

Alle guten Dinge sind drei, wie es so schön heißt. Diesmal wollte ich jedoch nicht zum Sillensteder See sondern an die Harle. Bevor es losgehen konnte brauchte ich noch Köderfische, also fuhr ich an den Bösselhauser See. Dort angekommen sah ich das dort eine Veranstaltung von der Jugendgruppe des Angelverein Jever war. Die Veranstaltung  war für Jugendliche die einen Ferienpass haben und kein Mitglied im Verein sind. Hier sollten sie das Angeln kennenlernen und Ihren ersten Fisch fangen können. Ich fing mir ein paar Köderfische und unterhielt mich mit vielen Jugendlichen und gab Ihnen hin und wieder einen Tipp. Dies sollte sich auch für mich lohnen und so bekam ich von allen Seiten Köderfische. Zum Mittag gab es noch eine Wurst vom Grill und ein kleines Geschenk vom stellv. Jugendwart einen kleinen blauen Twister mit dem im Zeltlager in Zerbst wohl einige schöne Fische gefangen wurden. Neugierig wie ich bin musste ich ihn gleich ausprobieren und konnte einige wenn auch kleine Barsche überlisten.

An der Harle angekommen…

….war ich total Motiviert. Ich baute alles auf und machte es mir gemütlich.Dann bemerkte ich das es viel zu früh und auch viel zu warm war. Die Sonne stand  komplett auf meinen Spot und es war tierisch warm für unsere lichtscheuen Stachelritter alles andere als vorteilhaft.

Nach nicht mal einer Stunde das die Köder im Wasser waren bekam ich einen Biss, schnell merkte ich das es aber kein Fisch war sondern eine Wollhandkrabbe. Das bedeute für mich das ich oft meine Köder kontrollieren durfte, wenige Minuten später verlor ich meine erste Montage an eine Wollhandkrabbe. Nach dem die neue Montage fertig war und jede Rute einen neuen Köderfisch bekam, ging das Warten auf die Dämmerung weiter. Weitere 10 Minuten später war wieder eine Montage weg. Während ich die neue Montage fertig machte, bekam ich wieder ein Biss auf der anderen Köderfischrute. Da ich nicht noch eine Montage verlieren wollte, beeilte ich mich und setzte den Anhieb doch diesmal war ordentlich Druck dahinter und ich merkte die Kopfschläge. Mir war klar das muss ein Zander sein. Nach kurzem Drill war mein erster Zander in diesem Jahr im Kescher.

Ein schöner Zander von 64 cm überlistet mit einem Rotauge in der prallen Sonne ich konnte es gar nicht fassen und war überglücklich.

Die Stunden vergingen und ich hoffte auf den zweiten Zander. Die Wollhandkrabben waren voll zugange und mein Köderfischvorrat schrumpfte immer schneller. Gegen 2 Uhr konnte ich dann meine erste Wollhandkrabbe laden und eins kann ich gewiss sagen hübsch ist was anderes.

In dieser Nacht blieb es bei einem Zander und 2 Wollhandkrabben. Aber diesmal war mein Ziel erreicht: Meinen ersten Zander in diesem Jahr zu fangen.

Petri

Euer Christian

 

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